Projektbeschreibung
In der Geschichte Deutschlands und in der Welt haben viele Menschen unter Nationalismus, Rassismus, religiösem Fundamentalismus, Antisemitismus, Militarismus, Diktaturen, Patriarchat und ungerecht verteiltem Reichtum gelitten. Sowohl unter Deutschen als auch unter Migranten gibt es auch heute noch Gruppen, die diese Ereignisse in der Geschichte rechtfertigen und bestärken und versuchen, soziale, politische oder kulturelle Probleme mit Gewalt zu lösen, wodurch Konflikte wiederum verschärft werden.
Mit diesem Projekt möchten wir uns mit diesen gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen, uns für die Menschenrechte einsetzen und das Bewusstsein der Menschen für ihre Rechte und für die Rechte Anderer stärken.
Dafür werden wir uns mit der Geschichte und Gegenwart von Menschenrechts-verletzungen und dem Umgang mit diesen auseinandersetzen, wobei wir herausarbeiten möchten, dass Menschenrechtsverletzungen aus verschiedenen Gründen sowie auf verschiedenen Ebenen stattfinden.
Trotz international bestehender Verträge zum Schutz der Menschenrechte fanden und finden aus politischen, wirtschaftlichen, sozialen oder militärischen Gründen immer wieder Menschenrechtsverletzungen statt. Kriege und Konflikte, in deren Kontext Folterungen, Verfolgungen sowie Freiheits- und Meinungseinschränkungen verstärkt auftreten, werden auch in Zukunft stattfinden, sodass wir uns heute damit auseinandersetzen müssen, um Handlungsalternativen aufzuzeigen. Wirtschaftlich stellt insbesondere der verschärfte Kampf um Ressourcen ein wachsendes Konfliktpotential dar, wobei bestimmte ethnische, kulturelle oder soziale Gruppen oft als Sündenböcke instrumentalisiert und diskriminiert werden. Auch die Verhinderung weiterer terroristischer Entwicklungen kann nur durch menschenrechtliche und emanzipatorische Ansätze zur Krisenbewältigung erfolgreich sein.
Auf Grund dieser Konflikte, die zu Armut, Tod, Krankheit, Angst und Hass führen, sind Menschen gezwungen, ihr Heimatland zu verlassen und in anderen Ländern Zuflucht und Schutz zu suchen. Doch auch dort sehen sich diese Menschen mit zahlreichen Problemen konfrontiert: sie bringen ihre Kultur und ihre jeweilige Geschichte mit nach Deutschland, was zwar auch als Bereicherung angesehen wird, oft jedoch auch Konflikte verursacht. Die Konflikte speisen sich aus unterschiedlichen religiösen und kulturellen Erfahrungen, aber auch aus verschiedenen Interessenslagen. Verfestigt werden diese Konflikte durch die Unkenntnis der Geschichte und der Kultur des Anderen. Vorurteile, mangelndes Wissen und Unverständnis prägen die Meinung vieler Menschen, weshalb man sich gegenseitig fremd ist und wodurch Missverständnisse und Konflikte im alltäglichen Leben entstehen.
Deshalb sollen durch unser Projekt Deutsche und MigrantInnen die Möglichkeit bekommen, sich und ihre Geschichte gegenseitig besser kennen und verstehen zu lernen. Unserer Meinung nach ist dies eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.
Ein Anliegen des Projektes ist es weiterhin, die Menschenrechte als gemeinsame Grundlage des Zusammenlebens zu verankern, damit Deutsche und MigrantInnen das Bestehen und die Gleichberechtigung aller Ethnien, Kulturen, Meinungen und Organisationen tolerieren, akzeptieren und anerkennen lernen. Der Integrationsprozess in Deutschland kann unseres Erachtens nur dann erfolgreich sein, wenn sowohl bei Deutschen als auch bei Migranten die Idee der Menschenrechte verbreitet wird.